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Energieeffizienz Dämmstoffe
Energieeffizienz Dämmstoffe
Energieeffizienz Dämmstoffe

Um den Wärme- bzw. Kälteverlust von Häusern, Kühlschränken, Isolierkannen, Autos oder Eisschränken zu verringern, werden herkömmliche Dämmmaterialien eingesetzt.

Die gängigsten Dämmstoffe bestehen heutzutage aus in Kunststoff ummantelter Luft. Der Grund für diesen standardmäßigen Aufbau von Dämmstoffen liegt in der geringen Wärmeleitung der Luft. Diese nimmt einen konstanten Wert an, sofern keine Konvektion stattfinden kann, der circa 3.000 mal kleiner ist als beispielsweise bei Eisen. Es ist allerdings hinreichend bekannt, dass Häuser im Winter aufwändig geheizt werden müssen, um ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten. Hierbei findet ein merklicher Austausch an Energie zwischen kalten und warmen Gebieten statt.
In Anbetracht der steigenden Heizkosten und der Verknappung von Ressourcen wie Kohle, Öl und Gas werden die Dämmschichten sukzessiv verstärkt, um den Wärmeverlust zu verringern. Diese Strategie verfolgt unsere Gesellschaft bereits seit über 40 Jahren mit der Konsequenz, dass Dämmstärken von über 15 cm standardmäßig an Häuserfassaden angebracht werden. Die Verwendung von Dämmstärken in dieser Größenordnung hat jedoch zur Folge, dass immer mehr Rohstoff eingesetzt wird, Logistikkosten beim An- und Abtransport steigen und Wohnraum verloren geht. Nicht zuletzt leidet unsere Umwelt unter immer größer werdenden Mengen an Dämmstoffabfällen.


Gibt es eigentlich eine Möglichkeit die Wärmeleitung der Luft in Dämmstoffen zu verringern, um somit die Dämmeffizienz zu erhöhen?


Die Antwort lautet “Ja”.


Eine elegante Variante ist die Verkleinerung der Porengrößen des Dämmstoffs in den Nanometerbereich.

Der derzeit gängige Dämmschaum weist einen Porendurchmesser von etwa 0,1 Millimeter auf. Schafft man eine Reduzierung dieses Porendurchmesser auf ca. 0,0001 Millimeter, dann verfügt die eingeschlossene Luft noch über circa ein Drittel ihrer ursprünglichen Wärmeleitung. Dies ist in etwa gleichzusetzen mit einer Verdreifachung der Dämmwirkung. Obwohl der Durchmesser der Poren sich lediglich um das Tausendfache reduziert, wird das Volumen in den Poren um den Faktor 1.000.000.000 verringert. Für die wenigen sich darin befindenden Gasmoleküle verhält sich dieser kleine Raum fast wie ein evakuierter Bereich, da diese eher an Zellwände stoßen als mit anderen Gasmolekülen zu kollidieren. Dies hat zur Folge, dass eine gerichtete Wärmeübertragung von Warm nach Kalt über das Zellgas zusammenbricht. Das Resultat ist eine signifikante Verbesserung der Dämmwirkung.


Genau diese Art von Dämmstoffen haben die zwei promovierten Chemiker Dr. Alexander Müller und Dr. Roland Oberhoffer in ihren Doktorarbeiten entwickelt. Diese bisher meist nur aus der Forschung bekannten “Nanoschäume” stellen die neue Generation der Dämmstoffe dar.